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BIP-Prognosen für die Schweizer Regionen und Branchen

Das Forschungsinstitut BAK Basel hat für das Jahr 2012 eine revidierte Prognose für das Schweizer Bruttoinlandprodukt veröffentlicht. Die Schweizer Wirtschaft ist besser durch den Winter gekommen als erwartet. So wurde das BIP um 0.3 Prozentpunkte nach oben korrigiert, auf 0.7%. Trotzdem sind die Aussichten für die Schweizer Regionen und Branchen weiterhin zurückhaltend zu bewerten. Die Doppelbelastung durch Frankenstärke und Euroland-Rezession verhindert eine schwungvollere Entwicklung in den kommenden Monaten.

Das Wirtschaftswachstum in den Regionen

Diese schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machen sich im laufenden Jahr in sämtlichen Landesteilen negativ bemerkbar. In allen Regionen ist im Vergleich zum Vorjahr von einer Wachstumsabschwächung auszugehen. Die beste Performance der Schweizer Regionen dürfte wie schon letztes Jahr die Zentralschweiz erreichen, mit einem Wachstum von 1.5% (2011: 2.6%). Förderlich in dieser Region sind Grossprojekte im Tourismusbereich, eine überdurchschnittliche Bevölkerungsdynamik und gute Standortbedingungen.
Der krisengeplagte Finanzsektor sorgt insbesondere in der Region Zürich/Aarau für eine empfindliche Wachstumsdelle, da hier die hohe Bedeutung des Finanzsektors eine Stagnation der Wirtschaft auslöst. Für die übrigen Regionen rechnet BAK Basel mit einem Wirtschaftswachstum im Bereich des Schweizer Durchschnitts (0.6 – 0.8%).

Die Schweizer Wirtschaftssektoren

Die Schweizer Branchen stehen auch im laufenden Jahr vor grossen Herausforderungen. Durch den Zustand der Märkte in Europa haben jene Branchen die günstigsten Aussichten, die entweder binnenorientiert ausgerichtet sind oder auf aussereuropäische Exportmärkte ausweichen können. Somit dürften die Schweizer Uhrenindustrie und das Baugewerbe weiterhin die Zugpferde der Schweizer Wirtschaft bleiben. Der Bau kann durch die robuste Binnenkonjunktur und den günstigen Finanzierungsbedingungen auch 2012 expandieren (+ 1.9%). Die Anfang März angenommene Zweitwohnungsinitiative sollte im laufenden Jahr noch keine spürbaren Auswirkungen haben, da bereits erteilte Baugenehmigungen nicht von der Gesetzesänderung betroffen sind.
Die dynamischste Branche bleibt die Uhrenindustrie, die um 2.4% wächst. Dank der Fokussierung auf asiatische Märkte kann sie die tiefe Nachfrage in Europa gut verkraften. Es gibt jedoch auch in den aufstrebenden asiatischen Schwellenländern 2012 eine leichte wirtschaftliche Abschwächung, wodurch die Schweizer Uhrenindustrie nicht so stark wachsen wird wie im Vorjahr (+ 8.4%).
Die Sorgenkinder sind die von der Nachfrage aus der Eurozone abhängigen Wirtschaftssektoren. In Branchen wie der Investitionsgüterindustrie (+ 0.7%) oder dem Chemie-/Pharmasektor (+ 1.1%) ist daher für 2012 lediglich mit einem bescheidenen Wachstum zu rechnen, neben dem bestehenden Margendruck. Der starke Franken trübt vor allem im Gastgewerbe das Geschäft: Der Wertschöpfungsrückgang beträgt 1.8%, dank stabiler inländischer Nachfrage glücklicherweise nicht ganz so viel wie im Vorjahr (- 4.5%). Auch die Landwirtschaft, die weiter im Strukturwandel steckt, kann nicht mit positiven Zahlen aufwarten (- 4.5%). Der Finanzsektor ist jedoch nach wie vor das grösste Sorgenkind der Schweizer Wirtschaft. Der Geschäftsverlauf 2012 wird erheblich durch die Finanzmarktturbulenzen, dem schwierigen regulatorischen Umfeld sowie dem Steuerstreit mit den USA und Deutschland belastet. BAK Basel erwartet daher einen Wertschöpfungsrückgang von 1.9% (2011: + 0.1%).