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Geschichte

Die Geschichte und die Entwicklung der Schweiz als Nation wurde stark von der geografischen Lage des Landes geprägt. Die Schweiz in der heutigen Form entstand erst 1848 mit der Bundesverfassung – davor ist die Geschichte des Gebietes eine Geschichte verschiedener Territorien, um die im Laufe der Epochen benachbarte Völker kämpften: Römer, Burgunder, Alemannen, Franken, Habsburger, Österreich-Ungarn oder Frankreich unter Napoleon. Diese Gebiete wuchsen über die Jahrhunderte allmählich zur heutigen Schweiz zusammen.

Antike und frühes Mittelalter

Im Zuge der Ausdehnung ihres Reiches auf die Gebiete nördlich der Alpen wurden die ursprünglich keltischen Stammesgebiete in der heutigen Schweiz bis ins 1. Jahrhundert n. Chr. von der Römern erobert und ins Römische Reich integriert. Die Römer gründeten Städte in der Schweiz, von denen ausgehend das Gebiet in der Spätantike allmählich christianisiert wurde. Nach dem Untergang des römischen Reiches siedelten sich die germanische Stämme der Burgunder und Alamannen im Mittelland der heutigen Schweiz an und vermischten sich mit der romanisierten keltischen Bevölkerung. Während sich in der West- und Südschweiz sowie in den Alpentälern die romanischen Sprachen erhielten (das heutige französisch, italienisch und rätoromanisch), verbreiteten sich in der Nordschweiz germanische Sprachen und legten damit die Grundlage für die heutige deutsche Sprachregion. Im 8. Jh. n. Chr. wurde das Gebiet der heutigen Schweiz von den Franken erobert und Teil des östlichen Frankenreiches, das später zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation wurde. Ausgehend von den bedeutenden klösterlichen Zentren wie St.Gallen oder Reichenau wurde bis ins 9. Jahrhundert auch die zugewanderte germanische Bevölkerung christianisiert.

Die alte Eidgenosschenschaft

Ursprung des Schweizer Staates bilden mittelalterliche Verteidigungsbündnisse, die Eidgenossenschaften: Nach dem Tod des deutschen Königs Rudolf I. von Habsburg bildeten die drei Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden eine losen Zusammenschluss zum Schutz ihrer „alten Freiheiten“. Der Legende nach wurde im Rahmen des „Rütlischwurs“ ein erster Staatenbund gebildet. Die älteste erhaltene Bündnisurkunde ist der Bundesbrief aus dem Jahr 1291 zwischen den drei Urkantonen, das inoffizielle und mythologisierte Grundungsdokument des Schweizer Staates. In den folgenden Jahrhunderten traten im Zuge der kriegerischen Auseinandersetzungen auf dem heutigen Staatsgebiet, vor allem mit den Adelshäusern der Habsburger und Burgunder, nach und nach weitere Gebiete dem Staatenbund bei. Mit dem Einmarsch Frankreichs unter Napoleon im Jahr 1798 ging die alte Eidgenosschenschaft unter.

Entstehung des modernen Bundesstaates

Unter Napoleon wurden im Jahr 1803 die neuen Kantone gebildet, die der Helvetischen Republik mit einer föderalistischen Verfassung beitraten. Nachdem die protestantisch-liberalen Kantone in einem kurzen Bürgerkrieg, dem Sonderbundskrieg, die konservativ-katholischen Kantone besiegt und deren separatistische Bestrebungen beendet hatten, wurde die Schweiz 1848 in einen modernen Bundesstaat umgewandelt. Mit der Festhaltung dieser ersten bundesstaatlichen Verfassung wurde die Autonomie der Kantone eingeschränkt die moderne Schweiz gegründet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Schweiz von einer starken Industrialisierungswelle erfasst. Der neue Staat stärkte den Zusammenhalt der Kantone und förderte damit die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz im Übergang zum 20. Jahrhundert. Die Verfassung der Schweiz wurde seit 1848 zweimal total revidiert, 1874 und 1999.

Wichtige Eckdaten der Geschichte der Schweiz

  • 1291 schliessen sich die drei Ursprungskantone Uri, Schwyz und Unterwalden zu einem Bund zusammen, die Schweizerische Eidgenossenschaft. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte treten die anderen Kantone diesem Bund bei.
  • 1519 beginnt in Zürich die Reformation, in deren Verlauf sich die Schweiz in zwei konfessionelle Glaubensrichtungen (katholisch und protestantisch) spaltet.
  • 1648 anerkennen die Friedensverträge des Westfälischen Friedens, welche den dreissigjährigen Krieg in Deutschland beenden, die faktische Unabhängigkeit der Schweizerischen Eidgenossenschaft an.
  • 1798 geht die Alte Eidgenossenschaft mit dem Einmarsch Napoleons unter.
  • 1803 entstehen unter Napoleon aus den alten Untertanengebieten die neuen Kantone, welche der Helvetischen Republik beitreten. Diese erhält eine föderlistische Verfassung und bekommt ihre Autonomie weitgehend zurück.
  • 1815 werden die inneren und äusseren Grenzen der Schweiz und ihre Neutralität im Rahmen des Wiener Kongresses durch die Grossmächte Europas anerkannt.
  • 1847 gewinnen die protestantischen Kantone den Bürgerkrieg gegen die katholischen Kantone (Sonderbundskrieg) und beenden damit die separatistischen Bestrebungen.
  • 1848 wird die moderen Schweiz gegründet: Der Staatenbund geht in einen Bundesstaat mit neuer Bundesverfassung über. Bern wird Bundesstadt.
  • 1863 wird das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in Genf gegründet.
  • 1874 wird das fakultative Referendum eingeführt.
  • 1891 wird die Volksinitiative eingeführt.
  • 1914 macht die Schweizer mobil; die Armee sichert im ersten Weltkrieg die Landesgrenzen. Das Bundesgesetz über die Kranken- und Unfallversicherung tritt in Kraft.
  • 1919 wird für die Wahl des Nationalrates das Proporzsystem eingeführt.
  • 1939 macht die Schweizer Armee im Rahmen der bewaffneten Neutralität mobil und bewahrt ihre Unabhängigkeit.
  • 1948 wird die Alters- und Hinterlassenenvorsorge (AHV) eingeführt.
  • 1960 ist die Schweiz Mitbegründerin der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA).
  • 1963 tritt die Schweiz als 17. Mitgleid dem Europarat bei.
  • 1971 wir auf Bundesebene das Frauenstimmrecht eingeführt.
  • 1972 schliesst die Schweiz ein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Gemeinschaft.
  • 1975 tritt die Schweiz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bei.
  • 1978 entsteht aus einem Teil des Kantons Bern der 26. Kanton der Schweiz, der Jura.
  • 1999 schliessen die Europäische Union und die Schweiz die Bilateralen Abkommen.
  • 2000 tritt die neue Bundesverfassung in Kraft.
  • 2002 tritt die Schweiz als 190. Mitglied der Organisation der Vereinten Nationen (UNO) bei; die Bilateralen Abkommen mit der EU treten in Kraft.
  • 2004 werden mit der EU im Rahmen des 2. Pakets der Bilateralen Abkommen die Abkommen von Schengen und Dublin geschlossen.

Quelle: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten